33. Sonntag im Jahreskreis: Verehrt niemand anderen!

17. November 2019.

„Er sprach: ‘Seht zu, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: >Ich bin es<, und >Die Zeit ist gekommen.< Lauft ihnen nicht nach!‘“  (Lk 21, 8)

Nur an einen Gott zu glauben, hat viele Vorteile. Unter anderem beugt man nur vor diesem Gott das Knie. Chesterton sagte, dass das Problem des 21. Jahrhunderts nicht darin bestehen wird, an Gott, sondern an viele falsche Götter zu glauben. Denn wenn man nicht an Gott glaubt, dann ist man dazu fähig, an alles zu glauben, wie an Politik, Geld oder Vergnügen. Was den Christen betrifft, kann nichts und niemand einen Anspruch auf den Platz erheben, den Gott in seinem Herzen und Leben einnimmt. Weder Arbeit, Politik noch Vaterland, ja nicht einmal die Familie können vor Gott kommen, wie es das erste Gebot von uns verlangt: „Liebe Gott über alle Dinge!“.

Das bedeutet nicht, dass wir Freunde, Arbeit, Vaterland und Famililienmitglieder nicht lieben sollen. Es bedeutet, dass wir, wenn diese Arten von Liebe irgendwann einmal mit Gott konkurrieren und uns von ihm trennen wollen, uns daran erinnern müssen, dass wir Christen sind und genau deswegen nur vor Gott auf die Knie fallen und Ihn allein anbeten.

Gleichzeitig lehrt uns dieser strenge Monotheismus, den wir bekennen, dass wir nur von Gott alles erhoffen und nur in Ihm das Glück finden können. Das hilft uns, von den Mitmenschen weniger zu fordern, und zu verstehen, dass -da sie nicht Gott sind- es normal ist, dass sie nicht vollkommen sind. Und es hilft uns vor allem, nicht den Anspruch darauf zu erheben, dass sie uns glücklich machen. Denn sie können höchstens dazu beitragen, aber sie können uns nicht das vollkommene Glück verschaffen, weil das den Rahmen de Menschenmöglichen sprengen würde. Es hilft uns auch, nicht über uns selbst zu verzweifeln, sobald wir unsere Unvollkommenheiten feststellen. Es genügt, wenn wir um die Erlangung der Heiligkeit ringen und damit nach jedem Fall neu beginnen.

Vorsatz: Weise Gott den ersten Platz in deinem Leben zu! Mache nichts und niemanden -Person, Geld oder Arbeit – zu einem „Gott“, dem wir uns weihen, und von dem wir das Glück erhoffen!

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