1. Sonntag im Advent: Den Gast empfangen

1. Dezember 2019.

„Darum wachet, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ (Mt 24, 42)

Der Advent bricht an und damit ein neues Kirchenjahr. Es beginnt die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Und wie jeder Beginn bringt sie viel Neues mit sich, trotzdem das, woran wir uns erinnern und was wir erneuern werden -die Ankunft des Gottessohnes- schon allen bekannt ist.

Die Kirche fordert uns auf, diese Zeit der Vorbereitung mit Wachsamkeit einzuweihen. Wir sollen auf der Hut sein, damit uns das Kommen des Herrn nicht unvorbereitet überrascht. Deswegen sagt uns das „Lebenswort“ dieser Woche, dass wir so handeln sollen, als ob wir im Begriff wären, zu Hause einen sehr bedeutenden, ja den bedeutendsten, Gast zu empfangen, und als ob wir, wenn wir nicht aufpassen, Gefahr liefen, dass er vorbeiginge ohne anzuhalten. Diese Haltung bedarf natürlich eines wahrhaftigen Interesses an seinem Kommen und seinem Empfang in unserem Haus. Sie bedarf der Ansicht, dass diese Begegnung mit ihm das grösste Glück darstellt, das das Leben uns hat bescheren können. Wenn der Messgang oder der Empfang der Heiligen Kommunion an den Erhalt von Geld oder ein paar Gramm mehr Gesundheit gebunden wäre, dann würden sicher viele Leute die sonntägliche Verabredung nicht versäumen. Leider! Was würde ich für eine Million Euro tun? Kein Opfer würde ich scheuen, keine Anstrengung unterlassen. Wie früh der Wecker auch klingelte, oder wieviel Geduld mit meinem Chef ich auch aufbringen müsste; es würde mir nichts ausmachen. Und für dich, Herr? Bist du nicht mehr wert als das? Ist deine Freundschaft nicht mehr wert als Geld? Wer war an meiner Seite, als die Freunde nicht zu mir hielten? Wer wird bei mir sein, wenn der Tod kommt? Wer hat für mich auch nur einen kleinen Teil von dem getan, was du getan hast?

Christus bedarf deiner Liebe um seiner selbst willen und wartet darauf, dass du ihn als besten Gast empfängst.

Vorsatz: Bereite dich auf den Empfang Christi in deinem Leben mit einer guten Gewissensprüfung vor, um herauszufinden, was du falsch gemacht hast und zu versuchen, es zu korrigieren! Bete und gehe öfter zur Messe!

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