3. Sonntag im Advent: Den Armen die gute Botschaft verkünden

15. Dezember 2019.

„Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium verkündet; und selig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir.“  (Mt. 11, 2-6)

Wer sind die Armen? Die Armen sind zunächst diejenigen, die unter körperlicher bzw. materieller Not leiden. Das sind die vielen Landbewohner Lateinamerikas, Afrikas oder Asiens; die Bewohner der Vororte in den großen Städten; die Auswanderer. Das sind diejenigen, die wegen ihrer Rasse, Religion oder irgendeiner Unzulänglichkeit, die sie in einer Gesellschaft wie der unseren wettbewerbsunfähig macht, verachtet werden. Diese alle sind die ersten Armen. Und das zu vergessen, hieße, sie zu beleidigen.

Aber es ist auch ein Fehler zu vergessen, dass die Alleinlebenden arm sind und diejenigen, die unter den Folgen einer gescheiterten Ehe leiden, die Kranken und schließlich all jene, die aus dem einen oder anderen Grund leiden. Der Einen und der Anderen Körper oder Geist tragen die Male des Gekreuzigten, der am Kreuz nicht nur wegen der Nägel und Dornen litt, sondern auch, weil die Freunde ihn verlassen hatten.

Was bedeutet es also, den Armen die gute Nachricht zu verkünden?  Es bedeutet, ihnen mit all unserer Kraft ihre Probleme lösen zu helfen. Aber gleichzeitig bedeutet es, ihnen unsere persönliche Erfahrung der Begegnung mit Gott entgegenzubringen. Denn Er ist es, der ihnen wirklich helfen kann, und der Einzige, der sie und auch alle anderen glücklich machen wird.

Außerdem ist da noch etwas in diesem „Lebenswort“ zu erwähnen: den Ausruf Christi, mit dem er denjenigen glückselig nennt, der sich nicht von Ihm enttäuscht fühlt. Er meint damit den Menschen, der nicht glaubt, dass Er nichts tut, weil Er die Gewalt als Mittel zur Lösung von Problemen ablehnt oder letztere nicht durch ein Wunder verschwinden lässt.

Vorsatz: Hilf jedem Leidenden deiner Kraft entsprechend durch Almosen oder deine Gesellschaft! Aber rede zu ihm auch von Gott! Zweifle weder an Christus noch an der Wirksamkeit seiner Botschaft!

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