17. Sonntag im Jahreskreis: Das Glück zu wissen, wo der Schatz ist

26. Juli 2020.

„‘…Das Himmelreich ist gleich einem im Acker verborgenen Schatz, den einer fand und verborgen hielt. Voll Freude geht er hin, verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker…‘”  (Mt. 13, 44)

Ein Christ sollte jeden Morgen aufstehen und zu sich selbst sagen: „Was für ein Glück ich habe!“ Und nicht deshalb, weil es ihm finanziell gut geht, er sich immer einer hervorragenden Gesundheit erfreut oder nicht unter familiären Schwierigkeiten leidet. Das Glück kommt uns aus dem Glauben, aus dem Wissen, dass es Gott gibt, und dass dieser Gott nicht nur der Schöpfer und Herr ist, sondern ein liebevoller Vater, der uns so liebt, wie wir sind.

Du magst denken, dass der Glaube dir keine Schwierigkeiten erspart. Das ist nicht wahr. Denn jede Situation, so schlecht sie auch sei, kann sich noch verschlechtern. Und wahrscheinlich wäre deine Situation noch schlechter, wenn du nicht glaubtest. Der Glaube dient dir wenigstens dazu, dass du nicht verzweifelst, dass du kämpfst und nicht aufgibst. Und das ist der einzige Weg zum Sieg. Wenn du nicht glaubtest, hättest du wahrscheinlich  nicht nur die gleichen oder sogar größere Probleme. Sondern du erhieltest außerdem höchstwahrscheinlich nicht die Kraft, die Gott gibt, und den Trost, der von Gott kommt, um ihnen begegnen zu können.

Deswegen müssen wir den Glauben als Glück erachten. Und wir müssen diesen Glauben pflegen, damit er weder verlischt noch erkaltet. Wir dürfen ihn nicht verlieren! Nichts ist dafür besser als das Gebet. Denn Beten bedeutet, mit Gott, dem Ursprung und Ziel unseres Glaubens, in Verbindung zu stehen. Wenn du Glaubenszweifel hast, dann zerbrich dir nicht den Kopf  auf der Suche nach Argumenten! Bete mehr, nimm mehr am Abendmahl teil, nähere dich dem Herrn mehr an!

Vorsatz: Sei dir deines Glücks zu glauben bewusst und pflege diese Gabe, indem du vermeidest, dich in Situationen zu begeben, die sie gefährden! Bete mehr, und bitte den Herrn um die Vermehrung deines Glaubens!