18. Sonntag im Jahreskreis: Gebt ihr ihnen zu essen

2. August 2020.

„Bei Anbruch des Abends traten seine Jünger zu ihm und sagten: ‚Die Gegend ist abgelegen, und die Zeit ist fortgeschritten; entlasse das Volk, dass es in die Dörfer gehe und sich etwas zum Essen kaufe!‘  Jesus aber sprach zu ihnen: ‚Sie haben nicht nötig wegzugehen; gebt ihr ihnen zu essen!‘“  (Mt. 14, 14-16)

Diese Woche wirft das Evangelium als Maßstab für unser Leben das Wunder der Vermehrung der Brote und Fische auf. Wir haben aus diesem schönen Bericht den an die Jünger gerichteten Satz Christi ausgewählt, der sich auf die hungrige Menge bezog: „Gebt ihr ihnen zu essen!“. Es handelt sich um einen aktuellen Auftrag, denn es gibt weiterhin hungrige Menschenmengen.

Wie jene überraschten Apostel pflegen wir zu antworten, dass wir praktisch über nichts verfügen, womit wir diesen Auftrag erfüllen können: wir sind nicht reich; wir sind nicht dazu in der Lage, auf wichtige politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen, und wir können keine Arbeitsplätze schaffen. Dennoch ist der Herr bereit, Wunder zu tun, vorausgesetzt, wir steuern unsererseits etwas, unser kleines Hab und Gut, dazu bei.

Daher kümmere dich nicht so sehr um die Unendlichkeit der Bedürfnisse, sondern um das, was du tun kannst! Mutter Teresa sagte, dass wir zwar nur sehr wenig tun können, dieses Wenige aber unserem Leben einen Sinn gibt. Es wird ein Tropfen Wasser in der Wüste sein. Er wird aber wenigstens einem Menschen den Durst gelöscht haben.

Vorsatz: Prüfe deine Möglichkeiten, dem Nächsten zu helfen: Geld, Zeit, Kultur! Nimm dir konkret etwas vor und überprüfen das Getane am Ende der Woche!