30. März 2025.
„Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Er war noch weit weg, da sah ihn sein Vater und lief, von Mitleid bewegt, ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sagte zu ihm: ‚Vater, ich habe mich versündigt gegen den Himmel und vor dir; nicht mehr bin ich wert, dein Sohn zu heißen.“ (Lk 15, 20-24)
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist eine Quelle unzähliger Lektionen. Aber diese Woche können wir auf die Haltung des jüngeren, des schlechten Sohnes achtgeben, der des Vaters Haus verließ, um von ihm entfernt zu leben. Wir alle sind auf irgendeine Weise in diesem widerspenstigen Burschen porträtiert. Aber wenn er auch, was die Sünde betrifft, ein schlechtes Beispiel darstellt, so ist er doch, was die Versöhnung mit Gott bei der Heimkehr angeht, ein Vorbild, dem es zu folgen gilt. Dem Gleichnis entsprechend waren die Gründe für seine Rückkehr absolut egoistischer Natur. Aber der Vater kümmerte sich nicht darum. Er ordnete das große Fest an, um die Rückkehr seines geliebten Sohnes, der verloren und zurückgewonnen war, zu feiern. In dieser Woche müssen wir die Frage ebengerade dieser Rückkehr aufwerfen, und zwar von dort aus, wo wir uns gerade befinden, und aus dem besten aller Gründe heraus, nämlich um Gott, unserem Vater, eine verdiente Freude zu machen.
Sicherlich haben die meisten von uns nie das Vaterhaus verlassen. Möglicherweise befinden wir uns nicht einmal in Todsünde oder haben sogar niemals eine begangen. Aber auch in diesem Fall ist es nöt ig, uns dem, der uns so sehr liebt, wieder stärker anzunähern und die Beziehungen der Liebe und Dankbarkeit zu ihm enger zu gestalten. Das ist auch notwendig, um den gemeinsamen Vater dafür zu entschädigen, dass Andere sich von ihm abgewandt haben, und um ihn wegen der Wunden zu trösten, die ihm andere -und leider sehr viele- seiner Kinder zugefügt haben. Ins Vaterhaus zurückzukehren, bedeutet: mehr zu beten, mehr zu meditieren, mehr zur Dankbarkeit Gott gegenüber motiviert zu werden. Und ausgehend von dieser Motivation müssen unsere guten Werke am Nächsten voller Großzügigkeit und Barmherzigkeit sein.
Vorsatz: Beichte nach begangener Sünde, sei sie schwer oder nicht! Bete mehr, um den Vater, der von so vielen Kindern verlassen wurde, zu trösten! Verhilf deinen Brüdern zur Rückkehr, indem du das Evangelium verkündest!