13. April 2025.
„Er entfernte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: ,Vater, wenn es deine Wille ist, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen; doch nicht mein Wille geschehe, sondern der deine.“ (Lk 22, 41-42)
Die Karwoche beginnt mit der vollständigen Lesung der Leidensgeschichte des Herrn nach dem Evangelisten Lukas. Es gibt viel zu meditieren, es gibt viel zu lernen, es gibt einen schier unerschöpflichen Reichtum an Geistigkeit in jenen wenigen Tagen, in denen das Schicksal der Menschheit entschieden wurde, als der Erlöser uns das Heil gewann, indem er für uns am Kreuz blutete. Aber von all diesen Dingen gibt es vielleicht eines, das uns immer nahe steht: Christi Haltung angesichts des Dramas, das auf ihn zukam. Er war sich dessen, was ihn erwartete, bewusst: Folter und Tod, dazu die Abkehr der Jünger bis zur„Kenosis“, der Empfindung der Abwendung selbst Gottes. Der Herr litt Angst und Qual. Der blutige Schweiß seiner Stirn war eine körperliche Offenbarung des Schreckens, der seinen Geist ergriffen hatte. Und in diesem Moment ist er in der Lage, den Satz über die Annahme des göttlichen Willens auszusprechen.
Der Christus, der floh, als man ihn zum König machen wollte, ließ sich mit Dornen krönen; er, der vor der jubelnden Menge ausriss, wandte sich nicht ab, als man ihn suchte, um ihn zu töten. Das ist das Vorbild, das er uns hinterlassen hat: Gottes Willen zu akzeptie-ren, welcher auch immer es sei, im Guten wie im Schlechten, im Leichten wie im Schwierigen. Und außerdem zu akzeptieren -was noch schwerer ist-, dass dieser Wille Gottes Liebe zu uns ist, obwohl es uns nicht so scheint, obwohl wir nicht verstehen, warum die Dinge geschehen oder warum unsere Bitten darum, dass der Kelch, den wir trinken sollen, an uns vorbeigeht, nicht erhört werden. Natürlich ist die Kraft Gottes dafür unabdingbar, ohne die es unmöglich ist, das Kreuz mit Freude anzunehmen.
Vorsatz: Sage dem Herrn „ja“ bei allem, was Er von dir verlangt! Finde dich zum Gebet und zu den Sakramenten ein, damit Er dir die nötige Kraft gibt, um seinen Willen zu tun!