1. März 2026.
„Nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie abseits auf einen hohen Berg. Da wurde er vor ihnen verwandelt; sein Angesicht glänzte wie die Sonne, seine Kleider aber wurden leuchtend hell wie das Licht.“ (Mt. 17, 1-2)
Jeder von uns hat sich bei irgendeiner Gelegenheit von Gott erleuchtet gefühlt. Manchmal wird es durch eine Krankheit geschehen sein, die uns zum Nachdenken über die Art von Leben, das wir führten, gebracht hat, wie im Falle des Heiligen Franziskus oder des Heiligen Ignatius. Bisweilen wird uns ein Freund oder vielleicht ein Priester beeinflusst und uns geholfen haben zu erkennen, wo das wahre Glück zu finden ist. Es kann sogar sein, dass Gott auf eine besondere Weise in unserem Leben gegenwärtig geworden ist, durch einen außerordentlich schwierigen oder umgekehrt eine Reihe freudiger Momente. Es ist wichtig zu erkennen, dass diese „lichten Zeiten“, in denen wir Gott so nah spürten, nicht nur dem Genuss im selben Moment dienen. Sondern wir müssen sie in der Erinnerung aufbewahren und uns ihrer in widrigen Zeiten bedienen, in denen der Dunkelheit, des Schmerzes, der Erfahrung von Gottes Schweigen. Das wollte Christus mittels der Verklärung auf dem Berg Tabor mit seinen Freunden tun: sie mit lichten Momenten auf die des Kreuzes vorbereiten.
Strengen wir in dieser Woche unsere Erinnerung an und entdecken wir, welche die guten Zeiten in unserem Leben sind oder waren: in der Ehe, mit den Kindern, auf der Arbeit oder im Dienst, mit der Kirche, mit den Freunden, mit den Eltern, mit der Religionsgruppe, der wir angehören, mit Gott! Rufen wir diese alten Schätze wach, damit sie mit ihrem Licht die gegenwärtige Dunkelheit erleuchten! Werden wir Gott gerecht, indem wir Ihm für das empfangene Gute danken! Achten wir nicht nur auf die Probleme, die wir jetzt haben!
Vorsatz: Gedenken wir der guten Zeiten, um uns in unserem Verhältnis zu anderen, vor allem zu Gott, objektiver und gerechter zu sein! So reduzieren wir die Krise.

