11. Oktober 2026.
„‚Das Himmelreich ist einem König gleich, der seinem Sohne Hochzeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, die Geladenen zur Hochzeit zu rufen, aber sie wollten nicht kommen…‘” (Mt. 22, 2-3)
Manchmal fragen die Leute uns Christen, warum es Menschen gibt, die keinen Glauben haben, ohne wenigstens scheinbar daran schuld zu sein. Die Beantwortung dieser Frage ist nicht einfach. Und auf jeden Fall gibt es keinen Zweifel daran, dass Gott niemandem seinen fehlenden Glauben vorwirft, wenn er nicht die Möglichkeit hatte, ihn zu erwerben. Der Glaube ist ein Geschenk. Und keinen zu haben, ist ein Mangel, der einen des Horizontes der Zuversicht und des Lichtes und der Kraft in der Ordnung der Nächstenliebe beraubt. Dennoch tritt ein anderer als dieser Fall mit gewiss viel größerer Häufigkeit auf. Dabei handelt es sich um diejenigen Menschen, die nicht glauben, weil sie es erstens nicht wollen; oder weil sie zweitens sogar so leben, als hätten sie keinen Glauben, obwohl sie glauben oder es einmal taten; oder weil sie den Glauben durch mangelnde Ausübung verloren haben.
Warum geschieht das? Warum leben viele so, als hätten sie keinen Glauben und verlieren ihn sogar? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Sie erachten den Glauben als Nachteil im Leben, als Hindernis für die persönliche Entfaltung und als unangenehmen Anschluss an ein moralisches Gewissen, das einen daran hindert, das zu tun, was man möchte, und was man tun könnte, weil es sich in Reichweite befindet und erschwinglich ist.
Wir brauchen die Erfahrung -oder müssen uns an diese frühere Erfahrung wieder erinnern-, dass der Glaube ein Geschenk, und beim Herrn zu sein ein Glück ist. Christus ist nicht gekommen, um uns das Leben zu vergällen und zu verhindern, dass wir es genießen, sondern um uns zu einer Fülle der Freude und des Glücks führen, zu der man nur auf dem Weg der Liebe gelangt. Daher gehen wir zu seinem Fest, wenn Er uns dazu einlädt! Nehmen wir am heiligen Abendmahl teil, auch wenn es ein Opfer bedeutet! Denn wenn wir es nicht tun, kühlt sich der Glaube sehr wahrscheinlich ab oder geht sogar verloren.
Vorsatz: Wenn es dir schwerfällt, das Evangelium zu leben, die Gebote zu halten, in die Messe zu gehen und Gutes zu tun, dann sei nicht unglücklich, sondern glücklich! Es ist ein Glück zu lieben!