27. September 2026.
„‘Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zu dem ersten und sprach: Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Der antwortete: Ich gehe, Herr. Aber er ging nicht. Da ging er zum andern und sprach ebenso. Der antwortete: Ich mag nicht; doch nachher reute es ihn, und er ging. Welcher von beiden hat den Willen des Vaters getan?‘ Sie sagten: ‚Der letztere‘.“ (Mt. 21, 28-31)
Das Evangelium dieser Woche wirft zwei verschiedene Modelle auf, die beide etwas Positives aufweisen. Es fordert uns dazu auf, keines nachzuahmen, sondern beider Gutes zu addieren. Das heißt, es schlägt uns vor, eine perfekte Antwort zu versuchen: Wir sollen den Willen Gottes tun, ohne zu protestieren, ohne zu klagen. Denn es gibt Menschen, die nichts tun, dagegen aber einen guten Charakter haben. Und es gibt andere, sehr fleißige, die einem dagegen aufgrund ihrer Persönlichkeit unerträglich werden. Warum sollen wir uns nicht in fleißige und freundliche Personen verwandeln, die tun, was getan werden muss, ohne sich wichtig zu tun, und ohne die ganze Zeit zu murren?
Jeder von uns begegnet mehrmals täglich der „Stimme“ des Herrn, die ihm den Weg weist. Diese Stimme spricht durch das Gewissen, durch die Menschen um uns herum, oder einfach durch unsere Verpflichtungen. Es ist nötig, die Stimme Gottes zu hören und zu befolgen. Und wir sollten versuchen, das mit der größtmöglichen Freude zu tun, und die Proteste oder Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren. Denn Werke sind Liebe, und Gott hat ein Recht darauf.
Der Herr wartet auf einen dritten Sohn, den er zur Arbeit in seinen Weinberg schicken kann, auf den, der es tut, ohne zu klagen und ihm sogar dafür dankt, dass er das tun darf. Oder vielleicht sollte man sagen, dass Er auf eine Tochter wartet? Möglicherweise ja, denn dieses perfekte „dritte Kind“ war eine Frau, die Jungfrau Maria.
Vorsatz: Tue die Dinge, ohne zu protestieren, ohne Anderen Vorwürfe zu machen, dass sie sie nicht erledigt haben, ohne dich überlegen zu fühlen! Tue sie schnell, ohne bis morgen zu warten!

