21. Juni 2026.
„Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle zu stürzen vermag.“ (Mt. 10, 28)
„Fürchtet euch nicht!“ Diese Worte Christi waren ein großer Trost für die ersten Christen, die wussten, dass sie, weil sie dem Meister nachfolgten, dasselbe wie Er erleiden, dass sie verfolgt und gemartert würden. Jesus will ihnen versichern, dass das, was wirklich zählt, der Lohn des ewigen Lebens ist, der auf sie erwartet. Denn schließlich geht das Leben mit oder ohne Verfolgungen vorbei, und der Tod kommt auf jedwede Art und Weise und erreicht alle.
Heutzutage jedoch scheint es, das der, der gefürchtet wird, Christus selbst ist. Es gibt viele Katholiken, die sich davor scheuen, mit Ihm zu reden, und die Ihn nicht mit dem schönen Gebet des heiligen Franziskus „Herr, was willst Du, das ich tun soll?“ anrufen wollen. Sie fürchten, dass Christus ihnen das Leben schwer machen und sie um Hilfe bei der Evangelisierung bitten wird, und darum, sich Ihm zu weihen und den Armen zu helfen. Sie gehen sogar zur Messe, wollen aber an nichts teilnehmen und sich zu nichts verpflichten. Sie sollten sich an die Worte des Engels in der Offenbarung erinnern: „Die Lauwarmen erbreche ich. “Wir müssen die Furcht vor Christus überwinden. Er liebt uns und wird uns um nichts bitten, was nicht gut für uns ist. Machen wir das Gebet des Heiligen Augustinus, der den Herrn um Kraft für den weiteren Weg bat, zu unserem: „Herr, gib das, was Du forderst, und fordere, was du willst!“
Ebenfalls überwinden müssen wir die Furcht davor, mit Christus identifiziert zu werden, und davor, dass bekannt wird, dass wir Christen sind. Wenn wir Auszeichnungen und Lob für das Christsein erhielten, dann würden es viele sicher nicht verbergen. Nun, Nachfolger Christi zu sein, ist eine Ehre. Es ist das Edelste und Nobelste, was ein Mensch anstreben kann. Denn es zieht nach sich, ein Kind Gottes zu sein. Warum sollten wir Komplexe haben und uns dafür schämen?
Vorsatz: Ohne Furcht vor dem, was Gott fordert, bete folgende Gebetspunkte: Ich vertraue dir, ich liebe dich, ich bete dich an, ich danke dir, ich bitte dich um Vergebung, ich bitte dich um Gnade, und ich biete mich dir dar, wie Maria.

