16. Sonntag im Jahreskreis: Gefüllte Hände

19. Juli 2026.

„‘Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon…‘“  (Mt. 13, 24-25)

         Dieses Gleichnis ist eine genaue Beschreibung des nämlichen Lebens. Während die einen sich anstrengen, Gutes zu tun, gehen die anderen hinterher, säen Zwietracht, tun Böses und zerstören das Werk ersterer. Und da Zerstören leichter ist als Konstruieren, haben wir oft den Eindruck, dass das Böse voranschreitet und das Gute beständig an Boden verliert. Das pflegt uns zu entmutigen und sogar Glaubenskrisen zu verursachen. Und oft fragen wir den Herr -wie im Gleichnis-, warum er das zulässt und nicht eingreift.

         Gott hat Seine Zeit. Und das ist freilich nicht die unsere. Wir müssen Ihm vertrauen, denn Er weiß, was zu tun ist. Aber wir können und müssen noch etwas tun. Es reicht nicht, sich nicht entmutigen zu lassen. Wir müssen aktiv werden und versuchen, das Böse mit Gutem zu überwinden. Wir müssen schneller arbeiten als unsere Feinde. Und dafür müssen wir an den herrlichen Lohn denken, den Christus uns versprochen hat: das ewige Leben. Was würden wir für Geld tun? Würden wir nicht vergeben, zu Hilfe eilen, dem Leidenden zur Seite stehen? Und wenn wir das für größere oder kleinere Geldmengen täten, warum sollten wir es dann nicht aus Liebe zu einem Gott tun, der unser Schöpfer ist, sein Leben für uns gegeben hat und -vergessen wir es nicht!- uns richten wird?

Vorsatz: Überwinde das Böse mit Gutem! Stelle konkrete Vorsätze auf, die sich in deiner Reichweite befinden, damit du nicht der Verallgemeinerung und der Vagheit verfällst! Und verzage nicht!

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