28. Juni 2026.
„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.» (Mt. 10, 37-39)
Wenn jemand es wagte, einem Vater zu sagen, dass er ihn mehr lieben müsse als seinen Sohn, oder wenn er es wagte, irgendjemandem von uns zu sagen, dass wir ihn mehr lieben müssen als unser eigenes Leben, dann würden wir ihn für verrückt oder für unendlich hochmütig halten. Niemand kann eine derartige Hingabe von uns verlangen. Niemand außer einer Person: Gott. Er hat natürlich das Recht auf den ersten Platz in unserem Herzen, unserem Leben, unter unseren Interessen. Er hat dieses Recht, weil Er Gott ist, weil Er unser Schöpfer ist, weil Er unser Erlöser ist.
Deswegen werden wir diese Woche versuchen, diese Passage aus dem Matthäus-Evangelium zu leben, indem wir unser Gewissen prüfen, um festzustellen, welche Stelle Gott in unserer Werteskala wirklich einnimmt. Was kommt zuerst, die Arbeit oder Gott? Was kommt zuerst, das Vergnügen oder Gott? Dafür wird es hilfreich sein, auf die Zeit zu achten, die wir für jede Sache aufwenden. Es ist natürlich, dass wir der Arbeit mehr Zeit widmen als dem Gebet, aber nicht so viel, dass keine für Letzteres übrigbleibt. Und das Gleiche gilt auch für die Erholung. Der Wert, den wir den Dingen -und den Menschen- beimessen, lässt sich durch die Zeit ermitteln, die wir mit ihnen verbringen. Die Zeit, die wir Gott widmen, zeigt uns an, wie wichtig Gott für uns ist. Und danach kommt alles andere. Dabei haben wir nach unserem Gewissen zu handeln, auch wenn uns dadurch ein Problem aufgegeben wird. Aber vergessen wir nicht: Gott die erste Stelle im Leben, die Ihm rechtmäßig zusteht, zuzuweisen, bedeutet nicht, den Rest zu vergessen oder zu vernachlässigen! Es bedeutet, sie aus Liebe zu Gott auch zu lieben, auch wenn wir dazu keine Lust haben!
Vorsatz: Widme dem Gebet täglich Zeit! Prüfe dein Gewissen und analysiere dein Verhalten darauf hin, ob es in irgendeiner Hinsicht einem Christen nicht eigen ist!

