23. August 2026.
„‘Für wen halten die Leute den Menschensohn?‘ Sie erwiderten: ‚Einige für Johannes den Täufer, andere für Elias…‘ Da sprach er zu ihnen: ‚Ihr aber, für wen haltet ihr mich?‘ Simon Petrus antwortete: ‚Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes.‘ Jesus entgegnete ihm: ‚Selig bist du, Simon… Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen…‘“ (Mt. 16, 13-18)
Die an die Jünger gerichtete Frage Jesu bezüglich der Meinung der Menschen über Ihn scheint so aktuell wie die Umfragen, die in einer Gesellschaft wie der unsrigen laufend gemacht werden, in einer Gesellschaft, die dem Diktat dessen, was die Mehrheit denkt, unterworfen ist. Aber was Christus tatsächlich interessiert, ist zu erfahren, was jeder Einzelne von uns über Ihn denkt.
Jesus fragt uns direkt: Wer bin ich für dich? Und Er gibt sich nicht mit einer Antwort aus dem Buch, d.h. einer theoretischen und rhetorischen Antwort zufrieden. Denn es nützt wenig zu sagen: „Du bist der Erste in meinem Leben“, wenn dann, in der Praxis, der Fernseher das Wichtigste ist -nach der Zahl der Stunden zu urteilen, die wir vor ihm zugebracht haben, im Vergleich zu den wenigen Minuten, die wir dem Herrn im Gebet widmen- oder die Arbeit oder das Vergnügen.
Nur wenn wir mit Werken und nicht mit Worten die Herrschaft Gottes in unserem Leben bekennen, nur dann kann Christus uns Seine Aufgaben anvertrauen: nur dann können wir evangelisieren, seine Zeugen und solide Bausteine sein, auf denen das Gebäude der Kirche errichtet werden kann. In der Zwischenzeit kann Er trotz unserer zahlreichen guten Eigenschaften und trotz des großen Bedarfs nicht auf Menschen zählen, für die Gott ein weiteres Ding im Leben ist und manchmal noch nicht einmal das. Gott braucht dich. Aber um dich mit der Arbeit, die Er dir anvertraut hat, beauftragen zu können, will Er den ersten Platz in deinem Herzen einnehmen. Wenn Er das nicht tun kann, ist es deine Schuld.
Vorsatz: Vergleiche diese Woche die Zeit, die du dem Gebet und der Wohltätigkeit widmest, mit der, die du vor dem Fernseher zubringst! Wenn Gott zuerst kommt, dann bete mehr und gehe öfter zur Messe!

