20. September 2026.
„Nimm, was dein ist, und geh; ich will aber auch diesem letzten geben wie dir. Oder ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinem zu tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?“ (Mt. 20, 15-16)
Das Gleichnis handelt vom Landbesitzer, der die Tagelöhner zu verschiedenen Zeiten einstellte. Am Ende zahlte er allen das Gleiche. Er entlohnte die zuletzt Gekommenen ebenso, wie er mit denen vereinbart hatte, die als Erste zu arbeiten begonnen hatten. Dieses Gleichnis wirft uns nicht die Frage der göttlichen Gerechtigkeit auf, sondern die der menschlichen Dankbarkeit. Erstens, weil sogar das, was einem gegeben wird -das ewige Leben- ein Geschenk ist. Denn niemand verdient es sich durch seine Werke. Weder rechtfertigen noch retten wir uns selbst. Sondern es ist Christi vergossenes Blut, das uns von unseren Sünden erlöst und uns die Tür zum Himmel öffnet. Trotzdem sind unsere guten Werke nötig. Sie sind die unverzichtbare Bedingung, mit der wir demonstrieren, dass wir Gottes Plan akzeptieren. Und sie dienen als kleiner Beitrag an der Erlösung Christi, so wie ihn das Wasser symbolisiert, das der Priester im Offertorium der Eucharistie zum Wein hinzugießt.
Zweitens, weil es ein großes Glück ist, für den Herrn zu arbeiten -Gutes zu tun, die Gebote zu halten, dem Nächsten zu helfen, die Feiertage zu heiligen-. Die Tagelöhner der ersten Stunde hätten sagen müssen: „Herr, zahle uns etwas weniger, wenn du möchtest. Wir sind schon genug belohnt worden durch die Tatsache, dass wir den ganzen Tag an deiner Seite verbringen, dir helfen und dienen konnten.“ Lieben ist ein Glück. Und wenn Gott auch dem, der Ihn liebt, den Himmel schenkt, so gibt es doch einen Himmel, den man auf Erden genießt und den nur der besitzt, der mit Gott, mit der Liebe geht. Es gibt eine weitere Belohnung. Aber wenn es sie nicht gäbe, dann hätte es mit dieser schon ausgereicht.
Vorsatz: Jedes Mal, wenn du Gutes tust, schätze dich glücklich dafür, dass du in der Lage warst, es zu tun, denn zu lieben ist ein Glück. Danke Gott dafür, dass Er es dir erlaubt zu lieben!

